Juli 2020

Der Hundezwinger, die Voliere sowie der Futterlagerraum sind fast fertig gebaut. Momentan ist noch der Fliesenleger an der Arbeit. Die Türe zum Zwinger wurde noch im Juli geliefert aber noch nicht montiert. Im laufe des Augustes wird der Maler anfangen. Danach wissen wir noch nicht wie es weiter gehen soll. Unserem Schreiner Somagbo Amevi wurde der Platz, wo seine Werkstatt stand, gekündigt. Ab dem 1.8.20 hat er keine Werkstatt mehr. Ob er allenfalls die Gitterrahmen für den Zwinger und die Voliere bei uns im Garten macht, wissen wir noch nicht. Er hat momentan mit Sicherheit andere Sorgen. Da aber die Kanalisation zum entsorgen des Hundekots unter dem bestehenden Zwinger durchgeht, wird nun auch der Sanitär ausgebremst. Auch der Baubeginn der neuen Paillotte verzögert sich auf frühestens anfang Oktober. Solange aber die Paillotte nicht steht, können wir die Hühner nicht umsiedeln. Sie kommen dort hin, wo momentan das Kies der Paillotte liegt. Als Gehege bekommen sie den alten Hundezwinger. Es ist wie ein Rattenschwanz.

Ein Mangobaum musste dem neuen Gartenweg weichen. Auch ein Nussbaum musste wegen dem bevorstehenden Bau der Paillotte gefällt werden. Der zweite Mangobaum wird vermutlich im Oktober gefällt. In Zukunft pflanzen wir nur noch Zwergostbäume. Die drei übrigen grossen Bäume lassen wir wegen der Vogelwelt stehen. Auch die Kokos und die Ölpalme lassen wir vorerst stehen. Die Fotos entstanden alle in den letzten 4 Monaten und sind chronologisch eingefügt.

 



Juni 2020

Diesen Monat war ich fast jeden Freitag im Wald von Asseve. Immer dabei war Loic Henrie und seine Lebenspartnerin Paul Alain. Einmal hatte noch ein weiterer Franzose angekündigt, dass er kommen wollte. Er heisst Nicolas Robert. Mir viel auf, dass alle als Nachnamen wiederum einen Vornamen haben. Kurz entschlossen fragte ich nach. Loic erklärte mir dies. Etwa 20% der Franzosen haben als Nachnamen einen Vornamen. Während der französischen Revolution ende des 18. Jahrhunderts wurden nebst dem König Ludwig dem 16. auch etwa 40000 Franzosen geköpft. Dies hatte die Folge, dass es viele Waisenkinder gab. Diese Kinder wurden dann nach und nach ins Waisenheim gebracht. Sie bekamen eine neue Identität. Die Schwestern des Waisenheims gaben je nachdem an welchem Tag sie ins Heim kamen den Namen der im Kalender stand. Man verzichtete dabei aber auf das Sankt.

Loic und Paul haben beide Zoologie studiert. Sie kennen sich aber auch bei den Pflanzen bestens aus. Auf dem Bild oben sieht man eine gelbe Blüte. Diese Blüte gehört aber nicht zu diesem Baum. Es ist ein Schmarotzer. Es ist aber interressant zu hören wie der Schmarotzer dahin kommt. Die Samen dazu sind so gross wie ein Kirschenstein. Können also nicht vom Wind dahin getragen werden.

 

Des Rätsels Lösung. Es ist eine rote zuckersüsse Frucht. Die Vögel lieben diese Frucht. Der Kern darin ist klebrich. Deshalb bleibt dieser Samen am Schnabel des Vogels kleben. Nun fliegt er auf den nächsten Baum um seinen Schnabel zu reinigen. Dort klebt das Samenkorn anschliessen an einem Blatt, keimt und wächst.

Mai 2020

 

Der Coronavirus bestimmt momentan unser Leben. Ab mitte Juli war geplant 5 Wochen in die Schweiz zu kommen. Wegen dem Coronavirus wurde der Flugplan für die Rückreise abgeändert. Wir konnten wählen zwischen ab Genf Fliegen, oder in Casablanca übernachten. Wir entschieden uns für das Übernachten. Kurz darauf kam wieder eine Flugplanänderung. Wieder standen 2 Optionen zur Auswahl, 2 Tage früher ab Lome fliegen mit Übernachtung in Casablanca oder Annulieren. Wir überlegten hin und her und entschieden uns für keine der Optionen. Selber machten wir den Vorschlag, dass wir den Flug verschieben und zwischen September und Dezember in die Schweiz kommen könnten. Dann aber nur noch 4 Wochen. Seit ein paar Tagen haben wir nun einen neuen Flugplan. Das Datum geben wir noch nicht bekannt. Wir wissen ja nur wann der Flug geplant ist. Ob er dann wirklich an dem Tag durchgeführt wid, wissen wir erst nach dem Abflug.

 

Auch das Budget wirbelt es nun durcheinander. Da wir wegen dem Bauen eh schon mehr Geld brauchen als geplant und wir später abfliegen müssen wird es auch Finanziell etwas enger. Auch neues Geld zu beschaffen scheiterte zuerst an meinen alten Pc s. Mit Ausnahme von einem Laptop laufen alle mit Windows 7. Dies wird von der Bank jedoch ab diesem Jahr nicht mehr Akzeptiert. Ein Unglück kommt aber selten allein. Der Laptop mit Windows 10 ist statt heruntergefahren, heruntergefallen.

 

Es gibt aber nicht nur Probleme sondern auch Lösungen. Ich liess den Laptop Reparieren und siehe da 2 Tage später lief er wieder einwandfrei aber nun auf Windows 7. Nun liess ich den Techniker nach Hause kommen. Für umgerechnet 50 Fr. motzte er für mich beide Laptops auf Windows 10 auf. Auch die 2 Pc s haben nun Windows 10. Nun mussten wir nur noch das E-Banking neu einrichten. Den Einrichtungcode wollte ich auf das Smartphone senden lassen. Fehlanzeige. Codes werden nicht an Telefone mit Afrikanischer Nummer versandt. Nun gab es nur noch den Postweg via Adresse von Katja. Dies klappte auch ohne weitere Probleme.

 

Wenn dies nicht geklappt hätte, hätten wir einfach mit dem bauen aufhehört, jetzt können wir aber alles fertigstellen.

 

Zusätzlich zu den geplanten Bauten entstand ein neues Zuhause für unsere Kignixys bellina Schildkröten. Die zwei erwachsenen Tiere haben dieses Jahr bereits zum dritten Mal Nachwuchs bekommen. Insgesammt sind nun 8 Schildkröten im Gehege.

 

März 2020

Seit anfang März sind wir wieder am bauen. Als erstes mussten zwei Drittel des alten Gebäudes Süd-Östlich vom Grundstück abgerissen werden. Der Nördlichste Teil davon dient in der ersten Bauphase als Lager für 20 t. Zement. Es soll eine neue Afrikanische Küche, einen kleiner Raum für die in Afrika so wichtigen Zeremonien plus einen gedeckten Platz für Holzkohle geben. In dem gedeckten Platz wird  ein Ausgang integriert, um den  den Abfall ausserhalb in einem seperaten Raum zu lagern. Ein Knackpunkt war das provisorische versetzen des Stromzählers. Neu werden wir den Stromzähler ausserhalb des Grundstückes setzen lassen. Für dieses Vorhaben fertigte uns der Schreiner einen Fensterrahmen mit Querstreben aus Eisen. Ausserhalb und Innerhalb fixierten wir Sperrholz. Die Eingangssicherung wird dann in der Afrikanischen Küche sein. Ein weiteres Tableaux wurde im Korridor zwischen Afrikanischer Küche und dem Zimmer für eine Angestellte eingemauert. Als der 1. Teil gebaut war, entfernten wir einen weiteren Teil des Zementlagerraums. Der Zement ist aber immer noch gedeckt. Die Südseite deckten wir provisorisch mit Sperrholz und Plastik ab. Wir müssen möglichst viel Zement verbauen bevor die Regenzeit im April beginnt. Der Zähler musste nun ein zweites mal versetz werden. Das Wohnhaus die Garage und das Appartement musste dazu auf die neu platzierte Stromverteilung umgehängt werden. Nun begannen wir mit dem bauen des Zimmers, Dusche und WC für eine Angestellte. Auch das neue Hühnerhaus wird integriert. Bis ende März sollte der Rohbau fertig sein. Wegen dem Corona Virus müssen auch wir vermehrt zuhause bleiben. Auch das bauen ist nicht unbedingt gut, denn jeder Handwerker könnte ja die Krankheit einschleppen. Zur Zeit gibt es in Togo 19 bestätigte Corona Ansteckungen, aber noch keine Todesfälle. Es ist aber sehr ruhig geworden hier. Flughafen, Schulen, Märkte ja sogar Kirchen und Moscheen wurden geschlossen. Einer der Sektenprediger war nicht einsichtig, seiher ist er im Gefängnis. 

Januar 2020

Noch vor 40 Jahren war insbesondere der Süden Togos sehr stark bewaldet. Ein intakter Wald ist bei Agbata, ein 2. befindet sich in Agbotrafo. Der Wald in Agbata ist sehr gefährdet. Er ist zwar als heiliger Wald klassifiziert und somit wie ein Naturschutzgebiet geschützt. Dies hält aber die Bevölkerung nicht davon ab, Wald zu roden um erstmals nur Manjok anzupflanzen. Wenn während der Wachstumphase des Manjoks von Staates wegen nichts passiert, wird nach der Ernte angefangen zu Bauen. Fast Monatlich gehen wir vom Verein Offap in diesen Wald um einen Weg durch den gesammten Wald zu machen. Dies ist bei dem Wachstum des Gestrüpps fast ein Ding der Unmöglichkeit. Ohne GPS ist der alte Weg oftmals fast nicht erkennbar. Es darf aber keinen zweiten Weg geben. Es soll aber nicht ein Wanderweg durch den Wald geben. Um dies zu verhindern wird der Eingang und der Ausgang zum Weg nur spärlich freigelegt. Der Weg ist aber wichtig um geziehlt Führungen zu machen um die Leute zu sensibilisieren.

Am 25.6.2019 hatten wir eine Sitzung mit dem König von Agbata und ein paar Lehrern aus der Umgebung. Zusammen mit den Schülern soll der Wald wieder aufgeforstet werden.

Schon 2008 besuchte ich zusammen mit Marco diesen Wald. Wir hatten zwar auch ein GPS dabei, auf diesem war aber der Weg nicht gekennzeichnet. Um den Rückweg zu finden, erstellten wir im GPS einen Wegpunkt mit dem Standort des Autos. So wussten wir wenigstens in welche Richtung wir gehen müssen. Das es sich dabei um einen geschützten Wald handelte, erfuhren wir erst später.

Schon seit längerer Zeit gibt es einen Entwurf, um Schilder herzustellen, auf dem klar deklariert wird was man darf und was nicht. Alles fein säuberlich mit Pictogrammen dargestellt. Es fehlt nur noch die Telefonnummer der zuständigen Behörde. Diese Behörde Interessiert sich jedoch nicht für die Natur.

 

Dieser Wald beherbergt 3 Affenarten, Warane, Schlangen, diverse Kleinlebewesen und etwa 140 Vogelarten. Auch die Pflanzenvielfalt ist sehr hoch.

Dezember 2019

Schon im Togoreport vom Oktober schrieb ich über die Rücksichtslosen Fahrzeuglenker. Je grösser das Fahrzeug, desto eher hat es Vortritt. Deshalb nehmen wir so oft wie möglich die Buschtaxis. Buschtaxi fahren wie in der Schweiz die Linienbusse eine bestimmte Strecke. Solange man diese Strecke nicht verlässt kostet es fast nichts. Von Luxolin Baguida bis zum grossen Markt (ca. 7 km) bezahlen wir 300 CFA. Zurück vom Taxistand bis Yoyobar kostet es 350 CFA. Diese Differenz ist nur weil es die Teerstrasse verlassen muss. Hat man viel Gepäck fährt der Taxifahrer bis vor die Gartentüre und trägt das Eingekaufte noch rein. Dies kostet 1000 CFA (1.68sFr.). Oft ist es auch sehr eng in den Taxis. In einem Toyota Corolla sitzen hinten 4 Leute und vorne mit dem Fahrer 3. Da Kinder in der Regel nicht zählen, können es noch mehr sein. Noch enger ist es auf dem Motorrad. Ich sah schon 2 Erwachsene und 4 Kinder auf einem Motorrad. Oft sind sie einfach Masslos überladen. Trotz der rücksichtslosen Fahrweise gibt es erstaunlich wenig Unfälle. Zemidafahrer, das sind in Ewe die Motoradtaxifahrer die für die Nacht kein Abstellplatz haben, schlafen irgendwo unter einem Baum auf ihren Motorrädern. Um den ganzen Tag auf dem Motorrad zu überstehen, nehmen sie oft Dramadol. Dies ist das Kokain der Armen. Ein Dramadol kostet auf dem Schwarzmarkt 200 CFA. Im Spital wird Dramadol 50 mg. an Krebskranke Kinder abgegeben um Schmerzen zu lindern. Das Dramadol auf dem Schwarzmarkt hat 250 mg. Da auch Polizisten, das Militär und andere Chauffeure Dramadol nehmen, sind von dieser Seite keine Konsequenzen zu erwarten.

Anmerkung:

Das Kokain der Armen in Europa war früher Rohipnol, zu kaufen in der Apotheke als Hustensirup.

November 2019

Per 1.12.19 erhöhte Togo inoffiziell die Löhne der Polizisten massiv. Sie erhalten aber vom Staat keinen CFA mehr als vorher. Es tönt wie ein Widerspruch ist aber keiner.

Am 1.12.2019 trat ein neues Gesetz in Kraft. Ab dann muss jeder, der ein Motorrad lenkt, einen Führerschein haben. Ansonsten wird das Motorrad beschlagnahmt. Ab diesem Zeitpunkt werden dann Wahrscheinlich Führerscheine mit einem Bild eines Flusspferdes (500 CFA) oder eines Dromedars (1000 CFA) gezeigt. Diese “Führerscheine” wandern dann in den Taschen der Polizisten.

Der Staat greift aber auch in anderen Dingen unkonventionell durch. Im letzten Togoreport zeigte ich Fotos mit überstellten Trottoirs. Verkaufsstände entlang der Hauptstrasse sind oft illegal. Immer wieder wird verlangt, dass man sie wegräumt, ansonsten werden sie zerstört. Dies wird aber in den seltensten Fällen durchgesetzt. All die Gebäude hinter unserem Haus sind angeblich illegal. Dies ist jedenfalls auf meinem Dossier so vermerkt. Vielleicht hat sich dies aber in der Zwischenzeit geändert.

Fakt ist aber, dass ich es schon gesehen habe, wie sie ein illegal gebautes Quartier niederwalzten. Ende August zerstörten Polizisten zwischen dem Hotel Clementin und dem Luxolin eine Gärtnerei, ein Laden, ein Coiffeuregeschäft usw. Cotainer wurden auf die Seite gekippt. Die Ladenbesitzer sagen sie hätten von allem nichts gewusst. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Die ganze Aktion wurde mindestens 3 Monate vorher angekündigt. Dies wurde mir von anderer Seite bestätigt.

 

Was mich aber an der ganzen Aktion ärgert ist die blinde Zerstörungswut der Ordnungshüter. Die ganzen Plastiksäcke der Gärtnerei, die zerschlagenen Blumentöpfe, die Glasscherben des Coiffeursalons alles bleibt liegen. Das Wort “Umweltschutz” ist wahrscheinlich noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen. Vielleicht ändert dies ja mal. Die Hoffnung stirbt zulezt.

Oktober 2019

Jeden Tag, mit Ausnahme vom Sonntag mache ich einen Spaziergang. Was so einfach tönt, ist hier aber sehr schwer umzusetzen. Meistens gehe auf der Piste nördlich der Hauptstrasse bis Avepozo und anschliessend auf der Hauptstrasse, oder der Piste südlich der Hauptstrasse zurück nach Adamavo. Normalerweise starte ich um 8 Uhr morgen, so bin ich, bevor es warm wird, um 10 Uhr wieder zuhause. In der Schweiz gibt es hinter jedem Miststock ein Restaurant mit Toilette. Aber hier gibt es keine Miststöcke. Auch Restaurants mit sanitären Einrichtungen sucht man fast vergeblich. Ausnahme sind Hotels. Dies ist der Grund, weswegen ich erst um 8 Uhr starte und meistens denselben Weg gehe.

Natürlich gibt es in fast jedem Dorf eine öffentliche Toilette, aber für ein Afrikaner ist eine Toilette die nicht stinkt keine Toilette. Für mich jedenfalls keine Option.

Ein weiteres Problem sind die verschiedenen Fahrzeuglenker. Jeder hat das Gefühl, er sei alleine unterwegs. Motorradfahrer Fahren oft auf dem für Fussgänger abgetrennten Teil. Sie kommen von vorne und hinten. Es wundert mich, dass sie nicht noch von oben und unten kommen. Zudem ist der Weg oft versperrt. Alle wissen genau wo die Hupe ist. Von Bremse haben sie wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Auch das überqueren der internationalen Strasse ist ein Abenteuer.

Manjo warnt mich immer wieder vor Banditen. In dieser Beziehung mache ich mir aber keine Sorgen. Durch meine offene Art komme ich oft ins Gespräch mit den Leuten. Wenn Kinder mir Yewo (Weisser) rufen antworte ich mit Ameibo (Schwarzer). Durch das haben die Einwohner entlang der ganzen Strecke gemerkt, dass ich einige Wörter aus ihrer Sprache kenne. Das öffnet viele Türen. Für viele ist es nun wie ein Spiel. Sie wollen den Yewo hören, wie er Ewe spricht.

In diesem Sinn

 

Miaguadogo e eissolo 

September 2019

Am 29.08.2019 besuchten wir das Fest Epe-Ekpe in Glidji. Das Fest wird fälschlicherweise auch als Sklavenfest benannt. Den Ursprung des Festes liegt im Jahr 1663. Die ersten zurückgereisten Sklaven aus Amerika kamen nach Liberia. Kurze Zeit später starben die meisten an Malaria. Danach brachte man die Sklaven nach Aneho. Dort gründeten sie einen neuen Volksstamm, es war der Stamm der Gê. Bei den zurückgekehrten Sklaven handelte es sich um Afrikaner aus ganz Westafrika. Was sie verband ist ihre Religion, den Voodoo. Es ist also ein Voodoofest. Unser Freund Akuete Gomado begleitete uns. Durch ihn konnten wir uns viel freier bewegen und auch ungeniert Fotos machen.

Um an diesem Fest teilzunehmen, mussten wir uns in weisse Tücher hüllen und die Schuhe ausziehen. Den Fôret Sacret darf man nur so betreten. Im Haus der Mutter von Akuete zogen wir uns Festgerecht an. Meine ausgelatschten Sandaletten feiern auch heute noch weiter, einfach ohne mich. Ich kann den Verlust verkraften. Als Dank, dass uns Akuete zu diesem Fest einlud, revanchierten wir uns mit einem guten Mittagessen. Wir fuhren zum Hotel La Cote du Soleil. Helen bereitete für uns eine Marrokanische spezialität vor. Es war Tashin mit Gus Gus.

 

Nach dem Essen ging es zurück zum Fest. Wir gehörten zu den Gästen, die auf die Tribune durften. Drei Reihen vor uns sass die Miss Epe-Ekpe sowie die 2. der Misswahl. Noch 2 Reihen weiter vorne sass der Premier Minister sowie der Minister für Kultur und Umwelt. Es gab Tanzvorstellungen der einzelnen Voodootruppen. Wir blieben aber nicht bis am Schluss, denn abends nach 18 Uhr ist es dunkel und ich wollte nicht Nachts nach Hause fahren. In den Nachrichten am Abend im Fernsehen wurde noch ausführlich über das Fest berichtet. Jeder der Togo TV eingeschaltet hatte, konnte uns sehen. Zuerst im Fôret Sacret und anschliessend auf der Tribune.

August 2019

Im August hatten wir gleich 2 Jubiläen. Am 18. August feierten Manjo und ich zum 30. mal unseren Hochzeitstag, und am 24.8.2019 jährte sich die Auswanderung zum 5. mal. Deshalb schauen wir nochmals zurück. Wir konnten sehr vieles realisieren. Wir erlebten aber auch Niederlagen. Am meisten enttäuscht waren wir von den Angehörigen in Togo. Dies ist aber nicht nur ein Problem in unserer Familie, das ist ein alltägliches Problem in der so genannten 3. Welt. Auch Togolesen, die in Europa leben, haben die selben Probleme, nur sprechen sie nicht darüber. Der togolesische Fussballer Emanuel Adebajor spricht aber Klartext. Er will nichts mehr zu tun haben mit der ganzen Familie.

 

Auch wir haben den Kontakt zu der Familie auf ein minimum reduzirt. Es hat zwar sehr lange gebraucht bis wir realisierten, wo das Problem liegt. Dafür haben wir sehr viele neue Freunde gefunden. Auch Handwerker die via Familie zu uns gefunden haben wurden alle entlassen.

Mai 2019

April 2019

März 2019

Februar 2019

Februar 2018

Januar 2018

Das Appartement ist nun Bezugsbereit. Feriengäste bezahlen 20'000 CFA. Dies sind etwa 30 Euro. Sie werden in ganz Togo kein besseres Preis Leistungsverhältnis finden. Bei Mietdauer ab 1 Monat kann der Preis ausgehandelt werden. Weitere Infos unter https://pension-malimbe-togo.jimdo.com oder direkt in der Spalte Kontakt

Rückblick auf das Jahr 2017

 

 

Schon am 2. Tag des Jahres gab es in Lomé einen Brand. Die gotische Kirche ist Ausgebrannt. Sie wurde in der Zwischenzeit wieder renoviert. Nichts erinnert mehr an den 02. 01.2017.

 

Meine Homepage www.malimbe. net ist seit einem Jahr aufgeschalten

 

Auch das Problem der giftigen Abgase von der Schweizer Firma Addax und Oryx ist gelöst. Seit dem 30.6.17 gelten hier in Togo auch die gleichen Grenzwerte wie Europa. Damit sich auch Schweizer Firmen an das Gesetz halten müssen, dürfen in Holland und Belgien keine Treibstoffe mehr hergestellt werden die nicht dem Europäischen Standard entsprechen. Dies betrifft die oben erwähnt Firma Addax und Oryx.

 

Andere Firmen der Schweiz, die die 3. Welt ausbeuten, oder giftige Pestizide wie Paraquat, das in der Schweiz schon längst verboten ist, nach Süd und Zentralamerika, Australien und Ostasien liefern, gerieten ins Visier der Schweizer Justiz. Die Firma Syngenta produziert Paraquat in England und China.

 

In Ägypten, Zimbabwe, Mauretanien, Senegal, Mali, Burkina Faso, Tschad, Niger, und Benin ist Paraquat verboten.

 

Seit 4 Monaten gibt es in Togo aber auch die wöchentlichen Ausschreitungen. Leider bis heute ohne Erfolg. Ändern wird sich daran auch im nächsten Jahr nichts. Schuld daran sind mitunter die Franzosen. Chaque Chirac sagte 2008, ohne die Gelder von den ehemaligen Kolonien würde Frankreich in die Bedeutungslosigkeit absinken und wäre ein 3. Welt Staat. Damit sagte er wenigstens einmal die Wahrheit.

 

Es gab aber auch Erfreuliches zum Berichten. Das Appartement auf der Garage haben wir realisiert, eine neue Klärgrube wurde gebaut und ein Wasserschloss erstellt. Zum Wasserschloss etwas später.

 

Am 02.10.2017 hat unsere Katze 4 Junge bekommen. Leider ist die Mutter am 13.10.17 ertrunken. Als Erfolg verbuchen können wir aber, dass wir alle 4 Kätzchen durchgebracht haben. Sie wurden dem Alphabet entsprechend getauft.

 

Anna war schon von Anfang her die Kräftigste.

 

Bella ist von mir aus gesehen die Schönste und zweitstärkste.

 

Carlo der einzige Kater tat sich anfänglich schwer mit dem Schoppen.

 

Dora ist auch heute noch die Kleinste.

 

Bei Carlo und Dora glaubte auch ich nicht an einen Erfolg.

 

Weil die Kätzchen ihre Mutter wahrscheinlich nie oder höchstens 1 -2 Mal gesehen haben, sind wir für sie die Eltern. Alle sind sehr anhänglich. Der mit Abstand anhänglichste ist Carlo.

 

Manjo hat kurz nach der Geburt der Kätzchen jemandem 2 der Jungen versprochen. Ich habe aber nun mein Veto eingelegt. Weil wir die Katzen mit dem Schoppen aufgezogen haben, will ich alle 4 behalten.

 

Das Beste, was wir dieses Jahr realisiert haben, ist mit Abstand der Wasserturm. Ich wusste zwar, dass wir mit dem Turm einen grösseren und vor allem gleichmässigeren Druck erzielen werden. Ein Nebeneffekt mit dem ich nicht gerechnet habe ist die Wasserqualität. Weil beim ansaugen des Wassers auch immer Sandpartikel angesaugt wurden, hatten wir oft Probleme mit der Duschbrause, dem Filter der Waschmaschine und der Geschirrwaschmaschine. Die Sandpartikel werden nach wie vor angesaugt. Sie setzen sich aber auf dem Boden des Polytanks ab und kommen so nicht mehr in Umlauf. Nach dem Polytank haben wir 2 Filter montiert. Wenn nun der 1. Filter verschmutzt wird, ist eine Reinigung des Tanks nötig.

 

Der zweite Nebeneffekt ist wahrscheinlich ein kleinerer Stromverbrauch. Die Pumpe läuft zwar genau gleich lang, wird aber nicht mehr so oft eingeschalten. Bekanntlich ist der Anlaufstrom der Grösste. Mit dem eingesparten Geld können wir aber nicht viel anfangen, denn das werden nur ein paar CFA’S sein.

 

Was bringt die Zukunft

 

Wir möchten in 2018 die Nationalparks von Ghana besuchen. Insbesondere das Mole Game Reserve, den Kakun Park, sowie die Vogelwarte Keita.

 

Benin ist mit Sicherheit ein Ausflugsziel. Ob wir aber wieder bis in den Pendjaripark fahren, wissen wir noch nicht. Manjo hat mit weiten Strecken im Auto sehr grosse Mühe.

 

Auch Ferien planen wir. Kamerun steht als Urlaubsziel zur Diskussion.

 

Ab der zweiten Jahreshälfte, nach der grossen Regenzeit, werden wir wahrscheinlich mit dem Umbauen des Süd-Östlichen Hauses, oder dem Aufstocken des Wohnhauses beginnen. Geplant sind 3 Zimmer mit grosser Terrasse und einem Badezimmer. Das Süd-Östliche Haus wird so gebaut, dass wir später eventuell Aufstocken können. Auf dem Wohnhaus sollen 3 Schlafzimmer mit Badezimmer, Salon, Küche und Gäste WC entstehen. Ein Teil des oberen Stockes lassen wir als Terrasse.

 

Es wird uns also bestimmt nicht Langweilig.

Schon im Januar machte ich eine neue Homepage für das Appartement. Man findet die Seite unter;

https://pension-malimbe-togo.jimdo.com

Schaut mal rein.

 

 

Dezember 2017