Wasserversorgung

Unser Wasser beziehen wir aus einem eigenen Brunnen. Schon in drei Meter Tiefe haben wir genügend Wasser für unseren Haushalt mit Garten. Nun wollten wir aber das Bewässerungssystem für den Garten ändern. Wir liessen im Garten über 200m Plastikschlauch mit kleinen Löchern verlegen. Um dies jedoch zu betreiben, genügte unsere Pumpe nicht mehr. Doch für eine stärkere Pumpe lieferte der Brunnen zu wenig Wasser. Deshalb entschlossen wir uns für eine Forage. Ein 10 cm dickes Plastikrohr wurde Zehn Meter in den Boden gedrückt. Mit Vakuum wurde der Sand jeweils aus den Rohr gezogen. Funktioniert ähnlich, wie eine Fahrradpumpe beim zurückziehen.

Man versprach uns mehr Druck und noch bessere Wasserqualität. Die Wasserqualität verschlechterte sich aber. Es kam Rostwasser. Der Salat, die Taros  und Lauch, alles verfärbte sich Rostrot. Das  Spülwasser in der Toilette verfärbte sich. Schon anderntags änderten wir im Haus wieder zum alten System. Nach einem Monat machten wir wieder eine neue Bohrung. Diesmal mit einer Maschine. Man gab uns auch Garantie, dass sie bohren , bis sie sauberes Wasser finden. Er sagte uns, dass es zwischen 6 und 18m sehr viel Eisen im Boden hat. Nach 20 m stiessen sie auf  fast weissen Sand. Da das Wasser aber aus den untersten 6m entnommen wird, mussten sie nochmals 6 m weiter bohren.

Das Wasser ist ganz klar, ob es aber Trinkwasserqualität nach Schweizer Norm hat bezweifle  ich.

Das ganze kostete über 850'000 C FA, über 1'400 sfr. Man könnte nun fragen ob sich diese Investition gelohnt hat.

  • Klares Wasser
  • Mehr Druck zum Duschen und auch in der Küche
  • Schöneres und somit gesünderes Gemüse
  • Mehr Lebensqualität

Diese Investition lohnte sich auf jeden Fall.

 

 

 

Autokauf

Unser Haus ist soweit fertig, sodass wir uns anderen Dingen widmen können. Unser 30 Jahre alter Peugeot hat ausgedient. Wir haben auch viel Baumaterial damit transportiert. Nun waren wir auf der Suche nach einem für afrikanische Verhältnisse besseren Fahrzeug. Es musste ein Offroader sein. Ich habe in all den Jahren schon über 50 Autos  in  Afrika verkauft. Nun war alles anders. Noch nie musste ich ein Auto kaufen. Denn auch den Peugeot habe ich vor etwa 8 Jahren aus der Schweiz importiert. Mein Favorit wäre eigentlich ein Toyota Landcruiser. Nach längerer Suche fanden wir genau dieses Fahrzeug. Einen weissen Landcruiser mit  7 Sitzplätzen und grossem Gepäckträger. Nach einer kurzen Probefahrt entschied ich mich aber anders. Wenn ich an meinen Nachbar in der Schweiz denke, er hatte im alter grosse Probleme im meinen VW Bus einzusteigen. Das Auto war für ihn einfach zu hoch. Der Toyota Landcruiser ist auch sehr hoch. Ich werde auch älter. Auch wenn ich vielleicht einst nicht mehr selber fahren werde, der Beifahrersitz ist ebenso hoch. Nun suchten wir nach einem Hyundai. Unser guter Freund Akuete Gomado genannt Volvo half uns dabei. Das Problem bei diesem Fahrzeug ist die Ersatzteilbeschaffung. Man erhält zwar alle Ersatzteile, aber nicht in Togo, sondern in Ghana. Wir fanden einen Nissan Pathfinder. Das Problem bei diesem Fahrzeug war, der Motor fehlte. Nun erkundigten wir uns bei Akuete, ob es leicht sei an Ersatzteile von Nissan zu kommen. Er versicherte uns, dass es kein Problem sei, alle Ersatzteile zu finden. Ein Versuch war es wert. Nur so erfahren wir, ob man das Auto auch reparieren kann. Also kauften wir genau dieses Fahrzeug.

Mit einer Anzahlung am 30.August 2016 von 500'000 CFA etwa 850 sfr. reservierten wir das Auto. Wir hatten aber keine Eile, denn das Auto brauchten wir erst in 3 Monaten. Der Motor wurde innerhalb eines Tages gefunden. Er wurde aber von Akuete noch total revidiert und anschliessend eingebaut. Die Bremsen, Klimaanlage, alles wurde instand gestellt. Nun fehlte nur noch die Neulackierung.  Auch die  Visit Technic, so eine Art Motorfahrzeugkontrolle passierte das Auto  problemlos. Mitte Oktober rief mich Volvo an, denn er brauchte Geld für die Versicherung. Er erklärte mir, dass das Auto kurz vor der Auslieferung sei. Er irrte sich gewaltig. Das Umschreiben vom alten Besitzer auf mich dauerte über 3 Wochen. Am 11.11.2016 wurde das Auto abgeliefert, also an dem Tag, als uns unsere Tochter Katja mit ihrer Freundin Sybille besuchte. Unser Ziel war aber klar. Wir wollten das Auto vor der ersten Reise testen. Nun machten wir halt die Testfahrt nach Kpalime mit Gästen. Schon bei der hinfahrt fiel die Benzinpumpe aus. Wir liessen sie ersetzen. Auf dem Rückweg verloren wir wegen einer Unwucht im Reifen beinahe ein Hinterrad. Den Reifen ersetzen wir auch, seither hatten wir keine Probleme mehr.

Der Umbau von unserem Haus

Nach unserer Ankunft in Adamavo, mussten wir als erstes unser Haus renovieren. Leider wurde das Haus 1990 nicht nach unseren Plänen gebaut. Wir hatten zwar wie abgemacht 2 Schlafzimmer und 1 Stube, aber die Küche und das Badezimmer waren so unmöglich gebaut, dass wir es nun korrigieren mussten. Zudem hatten wir vor ein paar Jahren Hochwasser. Das ganze Haus war in einem desolaten Zustand. Als erstes verstärkten wir die Wände. Betonpfeiler wurden eingesetzt. Die Treppe zum oberen Stock wurde entfernt. Da wir aber die ganze Zeit im Haus wohnten, konnten wir in der ersten Phase nur das Gästezimmer und das Wohnzimmer renovieren. Küche, Badezimmer und unser Schlafzimmer musste uns für die ersten 3 Monate reichen.

Im Dezember 2014 zogen wir in die 2 neu renovierten Zimmer ein. Das Wohnzimmer war unser Büro, die Werkstatt und das Lager für unsere privaten Utensilien. Ab nun hatten wir aber für die nächsten 3 Monate weder Badezimmer noch Küche. Gekocht wurde im Garten in der afrikanischen Küche. Dusche und WC  hatte es im 2. Haus.

Exakt ein Tag bevor die ersten Besucher eintrafen, konnten wir das neue Badezimmer benutzen. Auch das Schlafzimmer war fertig einzig die Küche war noch nicht fertig.

Das grösste Problem der Handwerker ist, dass sie  überall anfangen und  nichts fertig machen . Das Treppenhaus und die Garage waren zwar gebaut, aber noch nicht verputzt, da fingen die Maurer bereits auf einer anderen Baustelle an. Als sie nun Geld brauchten kamen sie wieder zurück. Die letzte Rate wäre längst fällig gewesen. Von uns erhielten sie jedoch kein Geld. Wir verlangten zuerst die Fertigstellung der Arbeiten.

  • 6 Monate wohnen auf engstem Raum wohnen.
  • 70 Tonnen Zement verbraucht.
  • Umbaukosten über 30'000'000 CFA, umgerechnet etwa 60'000 sfr
  • Viel Ärger wegen nichts.

August 2014 Umzug nach Togo

Im April 2014 kauften wir einen 20 Fuss Container. Die Speditionsfirma offerierte mir ein Lastwagen mit Seitenablad.  Platzbedarf etwa 25m. Gekommen ist aber ein Sattelschlepper. Der  Platzbedarf war nun um einiges grösser. Ab der Wartburgstrasse musste der Sattelschlepper rückwärts in die Schönmattstrasse fahren. Ein Meisterstück des Chauffeurs.

Nun kam das beladen des Containers.  Die Schachteln wurden nach Gewicht eingeräumt. Schweres Material unten leichtes oben. Auch auf die Grösse der Schachteln musste man achten, denn der Platz sollte optimal ausgenützt werden. Immer wieder fragte ich mich, ob ich den Container  vollkriege, andererseits wieder ob der Container genug gross ist.

Der Container wurde voll. Nur weniges mussten wir zuhause lassen.

Was in der Schweiz noch recht geordnet über die Bühne lief, endete im Togo beinahe in einem Fiasko. Wir wollten um jeden Preis verhindern, dass der Container im Hafen ausgeräumt werden muss. Man einigte sich darauf, eine Türe zu öffnen um reinzuschauen.

Zuhause angekommen, musste der Container  in einem halben Tag leergeräumt werden, denn der Kran kann maximum 3 Tonnen heben. Nun hob der Lastwagen mit Kran den leeren Container an.  Der andere Lastwagen hätte nun wegfahren sollen. Er kam aber nicht vom Fleck. Nun drehte der Kran auf die andere Seite. Weil der Chauffeur aber zu faul war, die Stützfüsse auszufahren, drohte der Lastwagen mit dem Kran umzukippen.

 Nachdem der  Lastwagenfahrer  den steckengebliebenen Lastwagen rausgezogen hatte, liess er den Container einfach mitten auf der Piste stehen. Nun fuhr er weg. Nur mit sehr viel Glück hatte er nicht noch die Freileitungskabel heruntergerissen.

Zwei Wochen später Organisierten wir einen anderen Kran. Seither steht der Container vor unserem Garten und dient uns als Lager für allerlei Baumaterial, wie Eisen Zement Sanitär- und Elektromaterial und vieles mehr.

 

Landkauf und Hausbau in Togo

Ende 1989 kauften Manjo und ich in der Prefecture Baguida für 1'200'000 CFA( damals umgerechnet 10'000 sfr.) 755 m2 Land.

1990 fingen wir mit dem Hausbau in der Prefecture Baguida an. Dies war das 2. Haus im Ortsteil Adamavo. Leider wurde nicht nach unseren Plänen gearbeitet. Da wir während des bauens in der Schweiz weilten, konnten wir aber nichts korrigieren. Die 2 Schlafzimmer und die Stube waren zwar in Ordnung, aber die Küche und das Badezimmer waren jeweils Räume von 2 m x 4 m.

Zwischen 1990 und 1999 machten wir alle 2 Jahre 6 Wochen Ferien im Haus. Wohlverstanden keine Luxusferien. Im Badezimmer hatte es zwar ein WC, gespült wurde aber mit einem Eimer. Ebenso zum Duschen benutzten wir einen Eimer.  Wir hatten noch kein fliessend Wasser. Die ersten 8 Jahre nicht einmal Strom.

Im Dezember 2001 fuhr ich ein letztes mal mit dem Auto durch die Wüste. Mein Nachbar Hugo Kloser begleitete mich. Geplant war eine Saharadurchquerung über Marokko, Mauretanien , Senegal, alles der Küste entlang bis nach Togo. Wegen dem Krieg in der Elfenbeinküste mussten wir von Senegal nach Mali und Burkina Faso ausweichen. Nach knapp 11000 km  und 28 Tagen kamen wir im Adamavo an.

Geplant war eigentlich, dass ich das Grundstück westlich von unserem Land  kaufe. Es wurde mir  für etwa 15'000 sfr. angeboten.

Ich fand direkt am Togosee aber ein Stück Land, das fast 4 x so gross war, wie das Land in Adamavo aber nur wenig mehr kosten sollte.

Anfang 2002 kaufte ich also in der Prefecture du Lac in Djasseme  2894 m2 für Umgerechnet 18'000 sfr.

Die Anzahlung war geleistet, als man merkte, dass der Verkäufer des Landes nicht der Besitzer war. Der Verkäufer landete im Gefängnis und ein neuer Vertrag mit dem nun richtigen Besitzer wurde gemacht. Wir kamen nochmals glimpflich davon.

 3 Jahre später kamen angrenzend an das Grundstück in Djasseme nochmals 2181 m2 dazu.

Was ich damals noch nicht wusste, man braucht für jedes Grundstück ein Titré Foncier, eine  notarielle Beglaubigung mit dem Eintrag zentralen Register. Also wie in der Schweiz.

2004 hatten wir alle drei Stempel für das 1. Grundstück in Djasseme.

2005 erhielten wir nach 16 Jahren den 3.Stempel für das Grundstück in Adamavo.

2007 wurde auch das Titré Foncier für das 2. Grundstück in Djasseme ausgestellt.

Was jetzt noch fehlt sind 2 Stempel, das beide Grundstücke in Djasseme zu einem Grundstück macht.

Neubau unseres Hauses 1990