Nachwuchs 02.10.2017

 

Am 2.10.017 hat unsere Katze 4 Junge bekommen. Normalerweise würde ich dies in der Homepage kaum erwähnen, wenn nicht die Mutter in der Nacht vom Freitag dem 13. spurlos verschwunden wäre. Ich weiss, dass Afrikaner sehr Tierliebend sind. Insbesondere mögen sie Haustiere mit einer feinen Sauce oder vom Grill. Es müsste aber nicht unbedingt unsere Katze sein. Dies war mein erster Gedanke.

Am 17.10.17 erfuhren wir aber, dass unsere Katze  in   Nachbars Brunnen gefallen ist und somit nicht wie angenommen im Kochtopf landete. Nun versuchen wir, die erst 2 Wochen alten Kätzchen mittels Schoppen aufzuziehen. Als Schoppen dient eine Spritze. Am Anfang waren nur 2 der 4 Kätzchen die den Schoppen schön zu sich nahmen. Mittlerweile trinken alle ihre Portion Milch.

 

Unruhen in Togo im Oktober 2017

 

Leider hat sich die politische Lage eher verschlechtert. Immer ab Mittwoch wird zwei Tage lang Demonstriert. Die Regierungstruppen versuchen zwar, teils mit Erfolg dies zu verhindern. Das Problem ist aber, dass viele randalierend und plündernd durch die Quartiere ziehen und Autoreifen in Brand stecken. Es werden mit brennenden Autoreifen ganze Strassen gesperrt. Am 20.10.17 waren sie von Akodessewa Richtung Baguida unterwegs. Keine 100m vor unserem Haus zogen sie vorbei. Auch hier verbrannten sie Autoreifen. Dies sind aber Mitläufer, die mit der Opposition nichts zu tun hat. Ihnen geht es lediglich um den Krawall. Es wurden Leute verprügelt, es soll Tote und Verletzte gegeben haben. Offiziell bestätigt wurde aber nichts. Unsere Maurer versorgten ihre Motorräder in unserer Garage, eine reine Vorsichtsmassnahme. Ein Schüler auf dem Heimweg flüchtete in unseren Garten. Damit sich seine Eltern keine Sorgen machen mussten, wurden sie von uns informiert. Während den Unruhen schliessen viele ihre Shops. Dies kann aber Existenzgefährdend sein. Viele Strassenhändler wie zum Beispiel die Eierverkäuferin oder der Brotverkäufer haben keine Reserven. Das Land wird immer ärmer. Togo ist mittlerweile eines der Ärmsten Länder der Welt.

 

Wir fühlen uns aber nach wie vor Sicher in Togo. Wir verzichten aber auf Ausflüge. Mittwochs und Donnerstag gehen wir auch nicht zum Strand. Ich war zwar am 21.10.17 mit dem Fahrrad in Akodessewa um Eisen für das Treppengeländer zu kaufen. Überall waren die Spuren des Krawalls noch sichtbar. Weil der Laden wegen der bevorstehenden Demo geschlossen war, telefonierten wir dem Besitzer. Er öffnete, um uns das Eisen zu verkaufen, danach schloss er den Laden wieder. Anschliessend ging ich noch nach Ablogame um Sämereien für den Garten zu kaufen. Auch der Doigt Verte (Grüne Daumen) war zu. Trotzdem erhielt ich die Samen. Es ist alles nur eine Frage der Organisation. Nun musste ich schnell nach Hause denn die Demos fangen meistens um 9 Uhr an.

 

Etwas für's Gemüht Oktober 2017

Manjo und ich waren am Strand als uns Germain Fifonsi zuhause Besuchte. Germain ist ein Botaniker. Weil wir nicht da waren besichtigte er unseren Ziergarten. Dabei fasste er auch die eine oder andere Pflanze an. Nun kam der 3 jährige Justin, der Sohn von Brigitte zu German und massregelte in. Er schimpfte "fasse die Blumen nicht an, die gehören Mami und Papi". Darauf erwiderte Germain, Was glaubest du wer ich bin. Ich bin ein sehr guter Freund von Mami und Papi. Der Kleine sagte darauf, "nimm sofort die Finger weg von den Pflanzen, sonst lasse ich die Hunde raus.

Während dem Tag sind die Hunde in einem Zwinger eingesperrt. Nachts werden sie als Wächter rausgelassen und können sich so im ganzen Garten frei bewegen. Die meisten Afrikaner fürchten sich extrem vor Hunden

Ernteerfolge in unserem Garten

 

Schon bevor wir Urlaub in der Schweiz machten konnten wir die ersten Passionsfrüchte Ernten. Als erstes machte Manjo Jus damit. Weil sie ihn aber mit Wasser verdünnte, konnte ich mich nicht dafür begeistern. So zu essen wie ich es mir aus der Schweiz gewohnt war ging aber auch nicht. Die Schale ist viel dicker. Nun halbieren wir die Passionsfrucht und Löffeln sie einfach aus. Schmeckt fantastisch. Passionsfrucht ist auch unter dem Namen Maracuya bekannt. Das Natürliche Verbreitungsgebiet ist Brasilien, Paraguay und der nördliche Teil von Argentinien. Wahrscheinlich wurde die Frucht, die eigentlich eine Beere ist, von zurückkehrenden Sklaven eingeführt und kultiviert. Die Beere hat neben Vitamin C, auch Vitamin B2, B3 und Vita-Carotin. Die Ranken der Kletterpflanze können eine länge von 10m erreichen, dabei stützen sie sich gegenseitig. Nach der Ernte lagern wir die Maracuyas noch ein paar Tage. Erst wenn sie langsam schrumpelig werden entfalten sie das volle Aroma.

Alle 3 bis 4 Tage sucht Delfin auf dem Hühnerhaus die Früchte. Ich habe aber keine Ahnung wie lange wir noch ernten können. Ich hoffe insgeheim, dass wir ab nun dauernd dies Obst geniessen können. Die 5 - 25cm langen Blätter kann man unter anderem auch zur Behandlung von Asthma einsetzen.

Bei unserem Papayabaum dachte ich auch, dass es irgendwann fertig sei mit der Ernte. Deshalb pflanzten wir noch drei andere Papayabäume. Es gab zwar eine kurze Zeit weniger Papayas, aber trägt er wieder Früchte wie wahnsinnig.

 

 

 

Auch im Garten können wir Erfolge melden. Eine Woche bevor wir in die Schweiz kamen assen wir unser erstes Kohlräbli. Nun haben wir sehr schönen Blumenkohl.

 

 

 

Unsere Stockenten

 

Jemand hat uns aus der Schweiz Enteneier gebracht. Wir liessen sie von Hühnern ausbrüten. Nachdem wir einen Weiher für die Enten bauten, ging es noch eine ganze Woche bis sie sich ins Wasser trauten. Jetzt schwimmen sie täglich.

 

 

 

Wieso heisst diese Seite Malimbe?

 

Ich war früher sehr viel auf Reisen und habe so schon fast 50 Staaten besucht. 11 Staaten davon liegen in Westafrika und 4 in Nordafrika. Ich war ein richtiger Zugvogel. Somit wäre eigentlich Hirondelle (Schwalbe) passender.

Seit 2014 bin ich nun sesshaft. Malimbes sind Webervögel. Es gibt in Westafrika 9 verschiedene Arten Malimbes . Vier davon sind in meiner  neuen Heimat zuhause.

  1. Rotkehlweber
  2. Haubenweber
  3. Schildweber 
  4. Kletterweber

Leider habe ich bis heute noch keinen der obengenannten Vögel gesehen. Sobald ich einen Malimbe fotografiert habe, werde ich das Foto einfügen.

Mit VW Bus in Afrika 1978 -1980 und 1987

Mit dem weissen VW Bus war ich in den Jahren 1978 bis  1980 in Westafrika unterwegs. Ich liess ihn zwischen Dezember 1978 und Januar 1979 in Togo stehen, um mit einen Peugeot 404 die Sahara erneut zu durchqueren. Nachdem ich den Peugeot verkauft hatte, setzte ich die Reise mit dem VW Bus fort. Im August 1979 liess ich den Bus wiederum in Togo stehen um 3 Monate in der Schweiz zu arbeiten. Mit einem Peugeot 504 durchquerte ich danach die Sahara ein 3. mal. Mit dem erlös vom Autoverkauf setzte ich die Reise mit dem weissen Bus fort, bis er in der Elfenbeinküste total den Geist aufgab. Das dazugehörende Foto ist unter Elfenbeinküste eingeordnet.

 Ich  durchquere ich die Sahara 7 mal.

Bei den Fotos ist jeweils ein Jahr angegeben. Bei den ca. Angaben kann es aber auch 1979 oder 1980 sein. Da es sich bei den Fotos um gescannte Dias handelt, kann es auch sein, dass sie vereinzelt seitenverkehrt sind.

Schweizer Rohstoffhändler fluten Afrika mit giftigem Treibstoff

Mit Genehmigung  von Public Eye veröffentliche ich hier ihren Bericht vom 15.September 2016

 

Der heute von Public Eye publizierte Report "Dirty Diesel" enthüllt, dass Schweizer Rohstoffkonzerne lasche afrikanische Standards gezielt ausnutzen um dort stark schwefelhaltige Treibstoffe zu verkaufen, die sie selber produzieren und liefern. Diese sind in Europa längst verboten. Damit tragen die Firmen massgeblich zur rasant steigenden Luftverschmutzung in Afrikas Städten bei und gefährden die Gesundheit von Millionen von Menschen. In einer an Trafigura adressierten Petition fordern Public Eye und seine Westafrikanischen Partner vom Genfer Rohstoffriesen weltweit nur noch Treibstoffe zu verkaufen, die den europäischen Standards entsprechen.

 

Die auf dreijähriger Recherchearbeit basierende Studie  " Dirty Diesel" bringt erstmal Licht in die zentrale Rolle, die Schweizer  Rohstoff-Firmen in Afrikas Treibstoffbranche spielen und zeigt das skandalöse Geschäftsmodell hinter einer Wertschöpfungskette, die sie als Produzenten, Lieferanten und teilweise auch als Tankstellenbetreiber vollständig kontrollieren. Besonders in Westafrika schlagen Vitol, Trafigura, oder auch Addax & Oryx schamlos profit aus schwachen staatlichen Regulierungen, wofür die urbane Bevölkerung dort mit ihrer Gesundheit zahlt. in acht Ländern ging Public Eye selbst zur Zapfsäule. mit schockierendem Ergebnis: Die analysierten Dieselproben weisen einen bis zu 378mal höheren Schwefelgehalt auf als bei uns erlaubt ist. Zudem enthalten sie toxische Substanzen wie Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Konzentrationen, die in Europa ebenfalls verboten sind.

Der 160 Seiten starke Report zeigt auch, dass die  Handelskonzerne dreckigen Diesel und schmutziges Benzin nicht nur nach Westafrika transportieren und teilweise an eigenen Tankstellen vertreiben, sondern beides auch selber herstellen. An Land oder auf hoher See mischen sie Raffinerieprodukte  und andere  Komponenten zu einem petrochemischen Cocktail, der in der Branche  "African Quality" genannt wird. Produziert werden diese giftigen Treibstoffe hauptsächlich in der sogenannten ARA-Zone  (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen), wo die Schweizer Handelskonzerne über die dafür notwendige Infrastruktur  aus Raffinerien und Tanklagern verfügen. Viele Westafrikanische  Länder, die hochwertiges Rohöl nach Europa exportieren, erhalten von dort also im Gegenzug toxische  Treibstoffe zurück.

Herstellung und Verkauf dieser Produkte sind illegitim und verletzen das Recht der afrikanischen Bevölkerung auf Gesundheit. Gemäss einer kürzlich erschienenen UNO-Studie leiden die Menschen in den Urbanen Zentren dieses Kontinents unter der weltweit am Stärksten steigenden Luftverschmutzung. die renommierte US-Organisation ICCT (International Council on Clean Transportation) wiederum schätzt, dass es im Jahr 2030i n Afrika drei mal mehr durch verkehrsbedingte Feinstaubbelastung verursachte Todesfälle geben wird als in Europa, den USA und Japan zusammen. Atemwegserkrankungen sind heute schon ein grosses Problem und Dieselabgase können Lungenkrebs verursachen. Zur Entschärfung dieser Zeitbombe müssen die Regierungen der Betroffenen Länder gesetzlich striktere Standards verankern. Aber die Schweizer Rohstoff-Firmen müssen überall, wo sie tätig sind, die Menschenrechte respektieren- so wie es von den 2011 verabschiedeten UNO- Richtlinien für Wirtschaft und Menschenrechte eingefordert wird.

 

CEO Jeremy Weir schrieb im letztjährigen Nachhaltigkeitsbericht, dass Trafigura "anerkannter Branchenführer in Sachen Unternehmensverantwortung" werden soll. Dazu will er seine Geschäftspraktiken künftig an den erwähnten UNO- Richtlinien ausrichten. Um den Rohstoffriesen an seine guten Vorsätze  zu erinnern, Schickten ihm Public Eye und seine westafrikanischen Partnerorganisationen Ende September einen mit Giftluft aus der Ghanaischen Hauptstadt Accra gefüllten Container zurück nach Genf. mit dieser symbolischen "Return to Sender"-Kampagne laden die NGOs Trafigura dazu ein, den Worten auch Taten folgen zulassen und künftig weltweit nur noch Treibstoffe zu verarbeiten, die den europäischen Standards entsprechen.

 

Für noch mehr Informationen weise ich auf die Homepge von https://www. publiceye.ch  hin.