Ernteerfolge in unserem Garten

 

Schon bevor wir Urlaub in der Schweiz machten konnten wir die ersten Passionsfrüchte Ernten. Als erstes machte Manjo Jus damit. Weil sie ihn aber mit Wasser verdünnte, konnte ich mich nicht dafür begeistern. So zu essen wie ich es mir aus der Schweiz gewohnt war ging aber auch nicht. Die Schale ist viel dicker. Nun halbieren wir die Passionsfrucht und Löffeln sie einfach aus. Schmeckt fantastisch. Passionsfrucht ist auch unter dem Namen Maracuya bekannt. Das Natürliche Verbreitungsgebiet ist Brasilien, Paraguay und der nördliche Teil von Argentinien. Wahrscheinlich wurde die Frucht, die eigentlich eine Beere ist, von zurückkehrenden Sklaven eingeführt und kultiviert. Die Beere hat neben Vitamin C, auch Vitamin B2, B3 und Vita-Carotin. Die Ranken der Kletterpflanze können eine länge von 10m erreichen, dabei stützen sie sich gegenseitig. Nach der Ernte lagern wir die Maracuyas noch ein paar Tage. Erst wenn sie langsam schrumpelig werden entfalten sie das volle Aroma.

Alle 3 bis 4 Tage sucht Delfin auf dem Hühnerhaus die Früchte. Ich habe aber keine Ahnung wie lange wir noch ernten können. Ich hoffe insgeheim, dass wir ab nun dauernd dies Obst geniessen können. Die 5 - 25cm langen Blätter kann man unter anderem auch zur Behandlung von Asthma einsetzen.

Bei unserem Papayabaum dachte ich auch, dass es irgendwann fertig sei mit der Ernte. Deshalb pflanzten wir noch drei andere Papayabäume. Es gab zwar eine kurze Zeit weniger Papayas, aber trägt er wieder Früchte wie wahnsinnig.

 

 

 

Auch im Garten können wir Erfolge melden. Eine Woche bevor wir in die Schweiz kamen assen wir unser erstes Kohlräbli. Nun haben wir sehr schönen Blumenkohl.

 

 

 

Fahrradfahren

 

Fast Täglich bin ich mit einem meiner 2 E-Bikes unterwegs. In der Regel fahre ich ab zuhause in Adamavo auf der Piste via Kagome, Kanykope,  Akodessewa nach Ablogame. Zurück jeweils auf der Hauptstrasse nach Baguida, Avepozo und wieder nach Hause. Das sind etwa 25 km oder etwa 1.5 Stunden. 

Meisten habe ich dabei keine Probleme. Gestürzt bin ich in den 3 Jahren erst 2 Mal und dies immer wegen zu viel Sand. Auch Pannen habe ich so gut wie nie. Ende August hatte ich aber ein Platten, den ich umgehend bei einem Vulkaniseur reparieren liess. Kostenpunkt 200 CFA. Umgerechnet nicht einmal 35 Rappen. Diesen Preis zahlen auch Togolesen. 

Anfang September bestellte ich nun den Vulkaniseur, der auch Motorräder flickt, zu mir nach Hause. Bei meinem Herrenflyer war das Lager der Hinterachse defekt. Er öffnete die Hinterachse, danach kaufte er neue Kugeln für das Radlager setze alles wieder zusammen. Auf der Probefahrt merkte ich, dass die Kette nicht über das Ritzel des Motors ging. Diesen Fehler verzeihe ich ihm, denn er hat noch nie ein E-Bike gesehen. Das Fahrrad läuft nun wieder wie geschmiert. Kostenpunkt mit den neuen Kugeln 2000 CFA also etwa 3.50 Fr.

 

Grenzerfahrung zum 1.

 

Ende Juli 2017 machte ich eine E-Biketour. Ich fuhr von Adamavo auf der Piste bis Luxolin Baguida. Von da weg ging es alles Richtung Osten. Beim Hotel Safari in Agbotrafo machte ich meinen 1. Zwischenhalt. Weiter ging es Richtung Djasseme und Kpeme. Nach kurzem Aufenthalt fuhr ich weiter nach Aneho. Nun war es nicht mehr weit bis zur Grenze von Benin. Im Wissen, dass der Weg nach Hause noch viel beschwerlicher wird, drehte ich an der Grenze um. In Aneho kehrte ich abermals ein. Von nun an hatte ich mit Gegenwind zu kämpfen. Als ob dies nicht genug wäre, kam noch die immer grössere Wärme dazu. Beim Start in Adamavo um 7 Uhr zeigte das Thermometer gerade mal 23.7°. bei meiner Rückkehr um die Mittagszeit waren es 31.9°. Auch mit den 2 Batterien musste ich haushälterisch umgehen. Denn die Akkus sind mittlerweile schon sehr alt. Immer öfters musste ich Pause machen um etwas zu trinken. Insgesamt sind es etwa 85 Km. Nach über 4 Stunden kam ich erschöpft aber zufrieden wieder zuhause an, wo ich mich direkt mit kaltem Wasser erfrischte.

 

Grenzerfahrung zum 2.

 

Bei der 2. Grenzerfahrung fuhr ich zuerst Richtung Westen. Diesmal hatte ich die Grenze von Ghana im Visier. Für diese Strecke reichte auch 1 Akku, denn die gesamte Strecke ist nur 32 km. Wegen dem Verkehr ist diese Strecke aber wesentlich gefährlicher. Bis und mit grossem Markt nimmt der Verkehr stetig zu. Kurz nach dem grossen Markt bis und mit Ghana Grenze hat es dafür fast kein Verkehr mehr.

 

Eine dritte Grenzerfahrung mit dem Fahrrad wird es nie geben, denn die Grenze zu Burkina Faso ist mit über 600 km ausser Reichweite.

 

Unsere Stockenten

 

Jemand hat uns aus der Schweiz Enteneier gebracht. Wir liessen sie von Hühnern ausbrüten. Nachdem wir einen Weiher für die Enten bauten, ging es noch eine ganze Woche bis sie sich ins Wasser trauten. Jetzt schwimmen sie täglich.

 

 

 

Wieso heisst diese Seite Malimbe?

 

Ich war früher sehr viel auf Reisen und habe so schon fast 50 Staaten besucht. 11 Staaten davon liegen in Westafrika und 4 in Nordafrika. Ich war ein richtiger Zugvogel. Somit wäre eigentlich Hirondelle (Schwalbe) passender.

Seit 2014 bin ich nun sesshaft. Malimbes sind Webervögel. Es gibt in Westafrika 9 verschiedene Arten Malimbes . Vier davon sind in meiner  neuen Heimat zuhause.

  1. Rotkehlweber
  2. Haubenweber
  3. Schildweber 
  4. Kletterweber

Leider habe ich bis heute noch keinen der obengenannten Vögel gesehen. Sobald ich einen Malimbe fotografiert habe, werde ich das Foto einfügen.

Mit VW Bus in Afrika 1978 -1980 und 1987

Mit dem weissen VW Bus war ich in den Jahren 1978 bis  1980 in Westafrika unterwegs. Ich liess ihn zwischen Dezember 1978 und Januar 1979 in Togo stehen, um mit einen Peugeot 404 die Sahara erneut zu durchqueren. Nachdem ich den Peugeot verkauft hatte, setzte ich die Reise mit dem VW Bus fort. Im August 1979 liess ich den Bus wiederum in Togo stehen um 3 Monate in der Schweiz zu arbeiten. Mit einem Peugeot 504 durchquerte ich danach die Sahara ein 3. mal. Mit dem erlös vom Autoverkauf setzte ich die Reise mit dem weissen Bus fort, bis er in der Elfenbeinküste total den Geist aufgab. Das dazugehörende Foto ist unter Elfenbeinküste eingeordnet.

 Ich  durchquere ich die Sahara 7 mal.

Bei den Fotos ist jeweils ein Jahr angegeben. Bei den ca. Angaben kann es aber auch 1979 oder 1980 sein. Da es sich bei den Fotos um gescannte Dias handelt, kann es auch sein, dass sie vereinzelt seitenverkehrt sind.

Algerien 1978 - 1980 und 1987

Benin 1978 - 1980 und 1987

Ghana 1978 - 1980 und ab 1987

Elfenbeinküste 1978 - 1980

Mali 1978 - 1980

Nigeria 1978 -1980

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land von Afrika. Jeder 5. Afrikaner ist ein Nigerianer. In der schönsten Gegend Nigerias, zwischen  Plateau  State, Kamerun und Niger will die Boko Haram einen Islamischen Staat einrichten. Es ist sehr gefährlich in Nigeria. So unbeschwert zu Reisen wie ich es vor fat 40 Jahren machte ist heute unmöglich. Obwohl Nigeria in der Bucht von Biafra sehr viel Erdöl hat, ist es im ganzen Land extrem schwierig an Benzin zu kommen. Der Staat hat den Preis für Treibstoff plafoniert. Die Raffinerien verkaufen deshalb das Benzin lieber ins Ausland. So verdienen sie viel mehr. Die Nigerianer haben deshalb an vielen Orten in Biafra die Ölpipelines angebohrt und raffinieren das Öl am offenen Feuer zu Diesel, Benzin und Kerosin. Nicht selten kommt es dabei zu Unfällen mit schwersten Verbrennungen oder sogar Todesfällen. 

Leider ist auch das ganze Nigerdelta vom Öl verseucht. Den Konzern Shell kümmert das wenig.

Niger 1978 - 1980

Senegal 2001

Mar0kko 1978- 2001

Mauretanien 2001

Obervolta 1978 -1980 und Burkina Faso 1987

Obervolta und Burkina Faso ist ein und dasselbe Land. Das Land Obervolta wechselte im Jahr 1984 unter Thomas Sankara den Namen in Burkina Faso. Das heisst Übersetzt "das Land der integren Menschen".

Weil ich vor und nach dem Namenswechsel in diesem Staat war, verwende ich auch im Titel beide Namen

Togo 1978 - 2006

Schweizer Rohstoffhändler fluten Afrika mit giftigem Treibstoff

Mit Genehmigung  von Public Eye veröffentliche ich hier ihren Bericht vom 15.September 2016

 

Der heute von Public Eye publizierte Report "Dirty Diesel" enthüllt, dass Schweizer Rohstoffkonzerne lasche afrikanische Standards gezielt ausnutzen um dort stark schwefelhaltige Treibstoffe zu verkaufen, die sie selber produzieren und liefern. Diese sind in Europa längst verboten. Damit tragen die Firmen massgeblich zur rasant steigenden Luftverschmutzung in Afrikas Städten bei und gefährden die Gesundheit von Millionen von Menschen. In einer an Trafigura adressierten Petition fordern Public Eye und seine Westafrikanischen Partner vom Genfer Rohstoffriesen weltweit nur noch Treibstoffe zu verkaufen, die den europäischen Standards entsprechen.

 

Die auf dreijähriger Recherchearbeit basierende Studie  " Dirty Diesel" bringt erstmal Licht in die zentrale Rolle, die Schweizer  Rohstoff-Firmen in Afrikas Treibstoffbranche spielen und zeigt das skandalöse Geschäftsmodell hinter einer Wertschöpfungskette, die sie als Produzenten, Lieferanten und teilweise auch als Tankstellenbetreiber vollständig kontrollieren. Besonders in Westafrika schlagen Vitol, Trafigura, oder auch Addax & Oryx schamlos profit aus schwachen staatlichen Regulierungen, wofür die urbane Bevölkerung dort mit ihrer Gesundheit zahlt. in acht Ländern ging Public Eye selbst zur Zapfsäule. mit schockierendem Ergebnis: Die analysierten Dieselproben weisen einen bis zu 378mal höheren Schwefelgehalt auf als bei uns erlaubt ist. Zudem enthalten sie toxische Substanzen wie Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Konzentrationen, die in Europa ebenfalls verboten sind.

Der 160 Seiten starke Report zeigt auch, dass die  Handelskonzerne dreckigen Diesel und schmutziges Benzin nicht nur nach Westafrika transportieren und teilweise an eigenen Tankstellen vertreiben, sondern beides auch selber herstellen. An Land oder auf hoher See mischen sie Raffinerieprodukte  und andere  Komponenten zu einem petrochemischen Cocktail, der in der Branche  "African Quality" genannt wird. Produziert werden diese giftigen Treibstoffe hauptsächlich in der sogenannten ARA-Zone  (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen), wo die Schweizer Handelskonzerne über die dafür notwendige Infrastruktur  aus Raffinerien und Tanklagern verfügen. Viele Westafrikanische  Länder, die hochwertiges Rohöl nach Europa exportieren, erhalten von dort also im Gegenzug toxische  Treibstoffe zurück.

Herstellung und Verkauf dieser Produkte sind illegitim und verletzen das Recht der afrikanischen Bevölkerung auf Gesundheit. Gemäss einer kürzlich erschienenen UNO-Studie leiden die Menschen in den Urbanen Zentren dieses Kontinents unter der weltweit am Stärksten steigenden Luftverschmutzung. die renommierte US-Organisation ICCT (International Council on Clean Transportation) wiederum schätzt, dass es im Jahr 2030i n Afrika drei mal mehr durch verkehrsbedingte Feinstaubbelastung verursachte Todesfälle geben wird als in Europa, den USA und Japan zusammen. Atemwegserkrankungen sind heute schon ein grosses Problem und Dieselabgase können Lungenkrebs verursachen. Zur Entschärfung dieser Zeitbombe müssen die Regierungen der Betroffenen Länder gesetzlich striktere Standards verankern. Aber die Schweizer Rohstoff-Firmen müssen überall, wo sie tätig sind, die Menschenrechte respektieren- so wie es von den 2011 verabschiedeten UNO- Richtlinien für Wirtschaft und Menschenrechte eingefordert wird.

 

CEO Jeremy Weir schrieb im letztjährigen Nachhaltigkeitsbericht, dass Trafigura "anerkannter Branchenführer in Sachen Unternehmensverantwortung" werden soll. Dazu will er seine Geschäftspraktiken künftig an den erwähnten UNO- Richtlinien ausrichten. Um den Rohstoffriesen an seine guten Vorsätze  zu erinnern, Schickten ihm Public Eye und seine westafrikanischen Partnerorganisationen Ende September einen mit Giftluft aus der Ghanaischen Hauptstadt Accra gefüllten Container zurück nach Genf. mit dieser symbolischen "Return to Sender"-Kampagne laden die NGOs Trafigura dazu ein, den Worten auch Taten folgen zulassen und künftig weltweit nur noch Treibstoffe zu verarbeiten, die den europäischen Standards entsprechen.

 

Für noch mehr Informationen weise ich auf die Homepge von https://www. publiceye.ch  hin.